Buchkritik: Walter Moers – Das Labyrinth der träumenden Bücher


Jaja, klar kann man über Geschmack streiten – aber dass Walter Moers einer der vielseitigsten, kreativsten und cleversten (Comic-)-Autoren des Landes ist, darauf können sich wahrscheinlich 98 Prozent aller, die je etwas von ihm gelesen haben, schnell einigen. Schließlich hält uns sowohl das kleine Arschloch, als auch sein Märchenland Zamonien sehr geschickt uns selbst unter die Nase, und zwar auf so unterhaltsame Weise, dass wir Moers dafür nichtmal böse sein können.

Als die mittlerweile gewaltige Anhänger-Schar also hörte, dass Moers an einer Fortsetzung zu ihrem kollektiven Lieblingsbuch Die Stadt der Träumenden Bücher arbeitet, leuchteten im ganzen Land die Augen.

Mittlerweile liegt das Labyrinth der träumenden Bücher in den Buchhandlungen, der erste Roman von Moers, der bei Knaus erscheint, in einer liebevoll gestalteten, ebenso liebevoll illustrierten und an die Stadt der träumenden Bücher angelehnten Aufmachung.

Moers – und Hildegunst von Mythenmetz, zamonischer Autor und widerwilliger Held des Vorgängers – kehren darin, 200 Jahre später, nach Buchhaim zurück. Mittlerweile ist Mythenmetz einer der populärsten Schriftsteller Zamoniens, und in seiner Heimat, der Lindwurmfeste, hat er sich ein bequemes, zurückgezogenes Leben eingerichtet. Gelegentlich schreibt er gelangweilt einen Bestseller, ansonsten liest er seine Fanpost und isst. Dann aber erreicht ihn ein Brief, der ihm unmissverständlich zu verstehen gibt, das Orm – die Muse Zamoniens – habe ihn verlassen, und übrigens sei der Schattenkönig – der große Antagonist* vom letzten Mal – zurückgekehrt, schöne Grüße, Hildegunst von Mythenmetz.

Irritiert macht sich Mythenmetz erneut auf den Weg in die „Stadt der Träumenden Bücher“, um sie ausgiebig zu erkunden, einigen alten Bekannten über den Weg zu laufen und eine populäre neue Kunstform zu studieren – und um am Schluss, auf den letzten neun Seiten, tatsächlich endlich in dem Labyrinth zu landen, mit dem das Cover wirbt.

Mit den Worten „Und hier fängt die Geschichte an“ verabschieden sich Hildegunst und Walter Moers dann erstmal wieder, denn die eigentliche Geschichte, erklärt das Nachwort, folgt im zweiten Band. In einem, schreibt Moers,wäre es zu viel geworden, und außerdem habe das Abgabedatum gedroht.

Wie ernst Letzteres gemeint ist, weiß man natürlich nicht. Fest steht aber, dass sich zwar vielleicht der Verlag aber keinesfalls Walter Moers einen Gefallen damit getan hat, Das Labyrinth der träumenden Bücher in diesem Zustand zu veröffentlichen. Denn der Brief, den Hildegunst von Mythenmetz am Anfang von sich selbst erhält und in dem er vom verlorenen Orm berichtet, ist leider prophetisch.

Der Roman wirkt wie ein rundes Manuskript von vielleicht 100 Seiten, das in großer, großer Eile auf über 400 Seiten aufgeblasen werden musste. Während Moers in der Stadt der träumenden Bücher wirklich ein Feuerwerk von Ideen abbrennt, finden sich im Labyrinth eher ein paar einsame Teelichter. Die „Neuerungen“ von Buchhaim sind nicht annähernd so kreativ und clever wie die ursprüngliche Stadt, und die eine große – und wirklich gute, fast schon visionäre – Idee, die Moers hat, den Puppetismus, walzt er auf über 100 Seiten aus: Er berichtet en Detail von einem Puppentheaterstück, das die Handlung des letzten Abenteuers zusammenfasst (an sich eine gute Idee, aber sechzig Seiten sind zu viel, besonders wenn man sich danach immer noch nur vage daran erinnern kann, was bisher geschah), erzählt von der Geschichte des Puppetismus, verschiedenen Spielarten, Techniken etc. pp.

All das wäre wesentlich besser zu ertragen, wenn es irgendeine Form von Pay-Off gäbe. Zumindest im ersten Teil vom Labyrinth der träumenden Bücher aber gibt es den nicht. Die Handlung beschränkt sich auf den Aufbruch, eine sehr ausgedehnte Stadtführung, Mythenmetz’ Entdeckung des Puppetismus und eine bedeutungsvolle Begegnung kurz vor Schluss. Auch neue Figuren gibt es bis auf ein paar winzige Nebenrollen nur eine, und einen Grund für den Leser, sich seitenlang mit dem Puppetismus zu beschäftigen, leider keinen.

Natürlich ist Moers immer noch unterhaltsam und sehr stilsicher, und sowohl der Anfang (wo man noch nicht weiß, was kommt) als auch die letzten 50 Seiten sind in gewohnter Qualität. Trotzdem war das Lesen fast physisch schmerzhaft. Denn das Gefühl, es haben möglichst schnell möglichst viele Seiten gefüllt werden müssen, wird immer schlimmer, je mehr von ihnen man hinter sich gebracht hat.

Besser hätte man ein, zwei Jahre länger gewartet und das neue Buch dann in einem Band herausgebracht – mit den 400 Seiten dieses Teils als stark (!) gekürztem ersten Akt. Immerhin bleibt die Hoffnung, dass das Orm Walter Moers gerade in diesem Moment packt und schüttelt, und er fieberhaft am zweiten Teil schreibt**, der alles, alles wieder gut macht.

(3-)

*„Antagonist“ ist nicht präzise, ich weiß, aber mehr möchte ich nicht verraten, für all jene, die Die Stadt der träumenden Bücher noch nicht gelesen haben und das schleunigst nachholen sollten.

** “Spätestens 2013” soll er laut Walter Moers erscheinen, mit dem Titel Das Schloss der träumenden Bücher. Ende Oktober 2012 erscheint immerhin schonmal ein Kompendium namens Zamonien – Entdeckungsreise durch einen phantastischen Kontinent von Anja Dollinger und Walter Moers. Nicht das Gleiche wie ein neuer Roman – aber immerhin. Die Leseprobe, die es hier gibt, sieht nach liebevoll zusammengestellten Details mit vielen Moerschen Illustrationen aus.

UPDATE: Der Veröffentlichugns-Termin für den Nachfolger Das Schloss der träumenden Bücher steht: 
Es ist der 08.10.2014

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Kategorien: Buch, Rezensionen

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19 Kommentare - “Buchkritik: Walter Moers – Das Labyrinth der träumenden Bücher”

  1. Ted
    28. November 2012 at 06:39 #

    Seh ich genau so wie die meisten anderen hier.
    Bleibt drauf zu hoffen das der 3. Teil gut wird.

  2. General TicTac
    27. Oktober 2012 at 13:35 #

    Ich war, wie jeder eines von Walter Moers Meisterwerken lass, von dem aktuellen mal abgesehen, von der ersten Seite an süchtig und wurde auch in vielen hundert Weieren nícht entäuscht.
    Seien es die unvergleichlich phantstischen Lügengeschichten des Kapitän Blaubär oder die zereißend spannenden Kämpfe gegen schrecklich monströß kuriose Gegner, es ist nun mal Fackt das Walter Moers ein Meister seines Faches ist.
    Die Freude über unzählige Bestseller lässt sich auch nicht von zwei Blindsgängern( ja zwei, ich finde, dass auch der Fönig in der Reihe von poetischen Meilensteinen, doch sehr blass aussieht) keineswegs trüben. Und auch wenn ich mich mich als unverbesserlicher Anhänger von Hildegunst und Co sehe, so lässt sich doch nur wenig Guttes in diesem Werk finden.
    Die wunderbar neue Idee den Leser vom lesen abhalten zu wollen, einfach in einer billgen Kopie wieder gegeben, und den Kernsatz des ersten Teils “Hier fängt die Geschicht an” zum hinhalten des Publikums missbraucht.
    In den vielen hundert ´Lückenfüllerseiten gehen die wenigen guten wie das lange gespräch uber den Liberismus unter.
    Ich für meinen Teil aber rechne Trotz allen mit einem Unvergleichlich schönen zweiten Teil und sehe den Ersten nur als vielleicht unötigen Ausdruck des Fehlens von Mythenmetz´s Orm.

  3. Albrecht Lörcher
    1. Juli 2012 at 16:51 #

    Als großer Zamonien- / Moers-Fan habe ich alles, ALLES, gelesen. Blaubär war für mich das wichtigste Buch nach Homer; und Rumo eben das wichtigste nach Blaubär. Ensel und Krete habe ich meinen Kindern vorgelesen und ihr Entzücken über die Mythenmetzschen Abschweifungen war grenzenlos. Der Schrecksenmeister als Zitat und Kontrafaktur von Gofid Letterkerls “Spiegel das Kätzchen” sucht seinesgleichen; und die Stadt der träumenden Bucher muss – m u s s – M U S S – man gelesen haben!!!!

    Und dann erschien endlich das Labyrinth, sehnsüchtigst erwartet – und die Enttäuschung über dieses halbgare Machwerk war grenzenlos.

    Aber ich wollte der Erzählung eine Chance geben, vergaß meine Enttäuschung, las nochmals andere Zamonien-Erzählungen und erfreute mich an ihnen und bin jetzt wieder beim Labyrinth gelandet.

    Nett. Nett sind einzelne Einfälle, Erinnerungen etwa an die Unterwelt im Rumo tauchen auf bei der Schilderung des Magmoss – aber warum zum Teufel muss in den Roman das Drehbuch für einen – vielleicht – zukünftigen Zamonien-Trickfilm. Wenn ich einen Roman lesen will, in dem nichts vorangeht, dann nehme ich gleich den Ulysses.

    Der Roman weckte Erwartungen bei den Lesern, die er nirgendwo einlöst. Ein gewaltiger Anfang führt zu einer ebenso gewaltigen Bauchlandung. Und dann dauert es ein paar hundert Seiten, bis sich der Erzähler wieder aufrappelt zu einem mächtigen Abgang. Aber ich will lieber gar nicht wissen, wohin.

    Wenn dieser eingebildete Saurier schon erkannt hat, dass ihm das Orm abhanden gekommen ist – wieso werden dann noch Texte von ihm ‘übersetzt’? Schließlich hat die Welt außerhalb Zamoniens das Recht, endlich einen Prinz-Kaltbluth-Roman kennenzulernen, und sei es nur aus dem Grund, weil Mythenmetz diese verabscheut.

  4. Daniel
    25. Juni 2012 at 19:46 #

    Ich bin vielleicht etwas spät dran mit meiner Zustimmung für Kritik und Kommentare, aber wenn es doch unter den Nägeln brennt, dann sollte das auch mal raus:
    Ich bin erst kürzlich im Urlaub zur Lektüre gekommen und muss auch sagen, dass ich mehr als nur enttäuscht war. Ich las – Seite 200… 300… 350… – und es stellte sich mir die Frage, wie er auf den letzten Seiten, die immer weniger wurden, doch noch das große Aha-Erlebnis schaffen wollte. Es blieb aus. Komplett. Die Latte war natürlich ziemlich hoch gesetzt. Meiner Meinung nach muss sich ein Autor dessen auch bewusst sein, wenn er eine Fortsetzung beginnt. Das ging ja nicht zum ersten Mal schief…
    Das “Labyrinth” muss also eine 430-seitige Ouvertüre sein, die erst im Nachfolgerwerk “das Schloss der träumenden Bücher” (?!? Warum eigentlich “Labyrinth…” ?!?) aufgelöst wird/werden muss.
    Ich verstehe das Argument Zeitdruck, aber ein völlig unfertiges Werk für den Preis auf den Markt zu schmeißen, ist im Grunde eine Frechheit. Man hat ein Drei-Gänge-Menü bestellt, und nach der Suppe sagt der Koch “Auf Wiedersehen – die restlichen zwei müssen sie in zwei Jahren zu sich nehmen (und nochmal neu kaufen…)”
    Da muss sich einer seiner Sache sehr sicher sein, dass er das vorausgesetzte Vertrauen nach diesem Werk im nächsten auch einlösen kann.
    Der gute Herr Moers sollte sich für Teil III keineswegs dem Druck von Verlag und Anhängerschaft aussetzen und beim Preis darauf Rücksicht nehmen, dass ein Großteil seiner Leserschaft bereits meint, 20 Euro in den Sand gesetzt zu haben – zumindest machen die vorherigen Kommentare den Eindruck auf mich, dass ich das nicht allein so sehe.
    So, das tat gut, sich mal ein wenig Luft gemacht zu haben.

    • 26. Juni 2012 at 08:31 #

      Sehe ich ganz genau so! Vor allem, wenn die Suppe dann auch noch zähflüssig ist.

  5. Stollenproll
    10. Januar 2012 at 16:05 #

    Von mir noch ein verspätetes “Dankeschön” für diese treffende Kritik. Ich habe mir das Buch zu Weihnachten schenken lassen und habe vor lauter Vorfreude sämliche Finger- und Fußnägel abgeknabbert, aber was Walter Moers da abgeliefert hat ist dermaßen uninspiriert und ideenlos, dass es wirklich physisch schmerzt. Moers scheint seine Zeit damit verplempert zu haben, gefühlte 1000 Anagramme aus echten Künstlernamen zu bilden, statt eine ideenreiche, abwechslungsreiche und spannende Handlung mit (erkennbarem) rotem Faden zu ersinnen.
    Während ich jeden anderen von Moers’ Romanen in kürzester Zeit verschlungen hatte, lese ich am “Labyrinth” seit mehr als zwei Wochen noch immer und dabei habe ich schon die Nacherzählung von Mythenmetz’ früherem Buchheim-Abenteuer im Puppaecircus Maximus nach etwa der Hälfte einfach überblättert, vom “Abdruck” seines Notizbuches ganz zu schweigen.
    Erinnert mich an: http://www.youtube.com/watch?v=7MFtl2XXnUc
    Bislang markierte “Ensel und Krete” ob des penetrant erhobenen Zeigefingers für mich den bisherigen Tiefpunkt der Zamonien-Dichtung, aber mit dem “Labyrinth” hat Moers einen Roman abgeliefert, direkt aus Unhaim entsprungen sein könnte. Immerhin geht es von dort an nur aufwärts – es wäre Autor und Lesern zu wünschen.
    Ich für meinen Teil habe jedes Verständnis dafür, wenn es seine Zeit braucht, einen guten Roman fertigzustellen. In der jetzigen Form riecht das zu sehr nach Kommerz und weder Verlag noch Autor tun sich mit einer solchen Veröffentlichungspolitik einen Gefallen.

  6. Tyler
    9. Januar 2012 at 16:30 #

    Ich bin froh, dass es auch andere Moers Fans gibt, die das neue Buch so empfinden wie ich. Ich bin jetzt bei etwas über 300 Seiten und muss wirklich sagen, dass ich etwas enttäuscht bin. Walter Moers scheint wirklich etwas abzubauen.

    Nach genialen Werken wie “Die 13 1/2 Leben des KäptÄn Blaubär”, “Rumo und die Wunder im Dunkeln” oder eben “Die Stadt der Träumenden Bücher” scheint es fast so, als habe Moers den großteil seines Pulvers verschossen. “Der Schrecksenmeister” war zwar immernoch ein geniales Buch, aber ich finde, dass die “älteren” Bücher im Großen und Ganzen besser waren als dieser neuere Roman. Und mit “Das Labyrinth der träumenden Bücher” hat der großartige Walter Moers sich meiner Meinung nach in die Gefilde der zweitklassigen Fantasyautoren katapultiert. Der Erzälstil is nach wie vor hervorragend und das Lesen macht immernoch Spaß, auch wenn man sich durch die bereits erwähnten 60 Seiten quälen muss, in denen “die Stadt der träumenden Bücher” als Puppenspiel neuaufgerollt wird, aber es fehlt mir hier deutlich an neuen, kreativen Ideen.
    Während Walter Moers bei alten Büchern auf jeder zweiten, wenn nicht auf JEDER Seite mit Witz und zeitloser Phantasie die zamonische Welt weiter aufbaut, gibt es im “Labyrinth der träumenden Bücher” allenfalls ein paar interessante Neuerungen, und man wartet (bis jetzt größtenteils vergebens) auf die Pointen der einzelnen Kapitel. Es ist nicht mehr die ransante Irrfahrt durch eine verrückte, unbekannte Welt voller Zauber und Magie, sondern vielmehr das gemütliche schlendern eines über 200 Jahre alten Lindwurms durch eine modern gewordene Stadt. Und so fühlt es sich beim lesen auch an!

    Ich hoffe wirklich INSTÄNDIG, dass Moers bei seinem nächsten Roman wieder etwas aufs Gas tritt.

  7. M. Fick
    2. Januar 2012 at 23:47 #

    Ich habe alles von Walter Moers gelesen. Bin ein absoluter Zamonien Fan aber was er sich beim Buch Labyrinth der träumenden Bücher geleistet hat ist unverschämt. Wenn die meisten (so auch ich) mit sabbernden Mund und Luftsprüngen dieses Buch erwartet und dann endlich für 29€ in den Händen halten durften, so wurden wir aber schon nach kurzer Zeit auf den Boden der Tatsachen geholt. Für mich ist dieses Buch unnötig und Geldmacherei. Ich hoffe auf die nachfolgende Erscheinung.

  8. Alexandra
    12. Dezember 2011 at 15:52 #

    Danke für die schnelle Antwort! dann müssen wir wohl warten und hoffen! :-((

    • 12. Dezember 2011 at 16:13 #

      Ich glaub, mir wär sogar lieber er ließe sich ein paar Monate mehr Zeit und der zweite Band wär dann wieder so toll wie Die Stadt der träumenden Bücher…

  9. Alexandra
    12. Dezember 2011 at 15:01 #

    Hallo,

    ihr habt alle Recht! Aber was mich brennend interessiert; gibt es schon einen Termin für die Fortsetzung?

    • 12. Dezember 2011 at 15:20 #

      Soweit ich weiß, nicht, zumindest keinen offiziellen. Im Frühjahrsprogramm des Verlags ist er jedenfalls nicht, aber damit dass Teil 2 in der ersten Jahreshälfte noch erscheint, hat wahrscheinlich eh keiner gerechnet. Vielleicht ja im Herbst.

  10. Jim
    7. November 2011 at 20:02 #

    Ärgerlich ist, dass man so lange suchen muss, um eine Kritik zu finden, die nicht von kommerziellen Interessen geleitet ist. Ich unterstütze das oben gesagte, ich war froh nicht der einzige mit dieser Meinung zu sein. Vielen Dank, Desirée.

    • 8. November 2011 at 00:06 #

      Da bin ich aber froh – ich hatte schon angefangen, mich sehr, sehr einsam zu fühlen mit meiner Meinung und mich ordentlich zu wundern.

  11. 1. November 2011 at 21:21 #

    Ja, auch wenn ich Moers neues Werk relativ gut (in deinen Augen zu gut) bewertet habe, muss ich dir in mancherlei Hinsicht Recht geben. Das Werk war an einigen Stellen wirklich extrem in die Länge gezogen und die Sache mit dem Puppetismus war sehr ausschweifend. Aber als ich den Mythenmetzschen Abschweifungen das erste Mal begegnet bin, dachte ich mir etwas ähnliches und habe sie dennoch später ins Herz geschlossen. Irgendwie kann sich Moers eben nicht kurz fassen, sein Gerede um den heißen Brei gehört irgendwie zu ihm. Die Sache mit dem Zweiteiler und der unglücklichen Ankündigung des Verlags sehe ich genauso. Das war leider alles andere als geschickt und er hat sich damit nicht unbedingt einen Gefallen getan. ;-P

    • 2. November 2011 at 12:17 #

      Nein, “zu gut” kannst Du es ja nicht bewerten – wenn es Dir gefallen hat, hat es Dir gefallen! Ich war nur überrascht. Ich finde den Puppetismus auch wirklich eine visionäre Idee, aber die Stadt der träumenden Bücher hatte alle paar Seiten eine Idee von dem Kaliber. Die “Biblios” fand ich dagegen etwas uninspiriert… =(

  12. 25. Oktober 2011 at 17:34 #

    Schade eigentlich :-( Ich kenne da zwei echte Fans von Walter Moers, für die das ein nettes Weihnachtsgeschenk gewesen wäre. Nun habe ich da doch gelinde Zweifel.

  13. 24. Oktober 2011 at 23:51 #

    Weniger ist einfach mehr :(

    • 25. Oktober 2011 at 15:37 #

      Ja, in dem Fall leider schon! Furchtbar schade, ich hatte mich so auf die Fortsetzung gefreut…

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